Picasso – Malen gegen die Zeit
Exkursion zum  K 20 in Düsseldorf
  
Sonntag  18.03.2007  
 
 


 

Picasso – Malen gegen die Zeit

 

Exkursion zum  K 20 in Düsseldorf 

Sonntag 18.03.07 

Reiseleitung: Gerd Borkelmann

Treffpunkt: 9.00 Uhr Kleve Bahnhof

Abfahrt Kleve Bahnhof 9.18 Uhr

11.45 Führung durch die Picasso – Ausstellung im Anschluss Möglichkeit zum Mittagsimbiss im Museumscafe
anschließend  Führung durch die ständige Sammlung des K 20,
Zeit zur freien Verfügung – Rückfahrt am späteren Nachmittag.
 

Teilnehmerzahl begrenzt auf 19 Personen
Gebühr:  € 40,00 inkl. Eintritt, Führungen, Zugfahrt etc.
Überweisung auf Konto 5038120 BLZ 32450000 SK Kleve, Konto Inhaber Art Euregio e.V.
Anmeldeschluß: 05.03.07

www.kunstsammlung.de

 

Picasso – Malen gegen die Zeit

Kaum einem Künstler wurde je soviel Aufmerksamkeit zuteil wie Pablo Picasso (1881–1973), dessen epochales Werk immer wieder zur Auseinandersetzung herausfordert.

Im Zentrum dieser Ausstellung steht das furiose, ausufernde Spätwerk des Künstlers, der sich 1961 mit seiner letzten Lebensgefährtin und Frau, Jacqueline Roque, nach Mougins zurückzog. Dort entstanden von wilder Geste und zunehmender Geschwindigkeit des Malprozesses zeugende Gemälde, deren explizite Sexualität und scheinbare Formlosigkeit zunächst auf vehemente Ablehnung stießen.

1973 befand der amerikanische Kunsthistoriker Douglas Cooper, es handele sich dabei um „unzusammenhängende Schmierereien, ausgeführt von einem rasenden Greis im Vorzimmer des Todes“. Nur schrittweise – angestoßen von Ausstellungen und Publikationen seit Beginn der 1980er Jahre – drang die Bedeutung dieser Bilder als Manifestation einer radikal erneuerten Malerei ins Bewusstsein.

Werner Spies, der ausgewiesene Kenner des Werkes und Kurator dieser Ausstellung, stellt dem Maler Picasso den meisterhaften Zeichner und den mit großer Freude am Detail fabulierenden Radierer gleichberechtigt zur Seite. Die von ihm ausgewählten Gemälde, Zeichnungen, Grafiken und Klappskulpturen vergegenwärtigen das komplexe Bild eines höchst wandlungsfähigen Œuvres, in dem Gegensätze hart aufeinanderprallen und das serielle Arbeiten am Motiv die endgültige Formulierung verdrängt zu haben scheint.

Aktfiguren, pastorale Liebesszenen, ungleiche Paare, die Maskerade der Mantel- und Degenstücke dominieren dieses Spätwerk. Ein zutiefst melancholischer Klang durchschwingt die Bilder: Die provozierende Sinnlichkeit der weiblichen Akte steht in krassem Gegensatz zu der autobiografisch gefärbten Figur des Voyeurs, der verkleidet als Maler, Bildhauer, Musketier oder alter Mann in Erscheinung tritt. In diesem Gegensatz manifestieren sich zugleich waches Verlangen und ein Bewusstsein von Ohnmacht angesichts der verrinnenden Zeit.


 (Textquelle K20 – Düsseldorf)