MUSEUM GOCH am 07.08.2007

700 Jahre russische Kunst im Museum Goch

Führung durch die Ausstellung "Von der Ikone bis zur Moderne. Die Sammlung Kuchinke" mit Herrn Dr. Mann (Leiter des Museums Goch)
am Dienstag,07.08.2007, um 19 Uhr

Aus einer Berliner Privatsammlung zeigt das Museum Goch erstmals russische Kunst von der Ikone bis zur Gegenwart. Mit ca. 90 Werken sucht die Ausstellung eine spannungsreiche Begegnung sehr unterschiedlicher Kunstwerke, die dennoch durch die kulturelle Tradition Russlands auf ganz besondere Weise verbunden sind und miteinander korrespondieren. Schwerpunkte der Sammlung bilden 28 russische Ikonen vom 15. bis 18. Jahrhundert. Ein Glanzstück der Sammlung bildet eine Ikone des Heiligen Georg vom Ende des 15. Jahrhunderts, die den Heiligen im klassischen Bildtypus darstellt, auf weißem Pferd, den sich aufbäumenden Drachen zu seinen Füßen erlegend. Die Ausstellung kontrastiert diese in vielen Jahren zusammengetragenen Werke russisch-religiöser Tradition mit den Bildern der Avantgardisten, durch die zu Beginn des 20. Jahrhunderts Moskau zu einem führenden Zentrum des künstlerischen Aufbruchs wurde. Bilder von Ivan Puni, Viktor Palmows, Georgii Stenberg oder Wladimir Lebedew stehen für eine Kunst, die mit ihren konzeptionellen Überlegungen und Ansätzen, die internationale Kunst des Jahrhunderts intellektualisierten. Leonid Purygin (1951-1995) zählt mit seinen Bildern und Objekten zu den bekannten zeitgenössischen Künstlern Russlands. In seinen Werken verarbeitet er in gleicher Weise russisch-christliche Bildtraditionen mit seiner naiven Malweise, mit der er seinen eigenen Bildkosmos aufbaut. Purygin ist mit zahlreichen Arbeiten in der Sammlung vertreten und wird somit zusammen mit weiteren Künstlern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts das chronologische Ende der Ausstellung definieren.

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